Golfpark Moossee: Golf und Ökologie in Harmonie

Im Golfpark Moosseee entwickelt sich neben dem Golfsport auch die Ökologie prächtig. Die PDF-Datei ladenErfolgskontrolle 2006 und die Erhebung des PDF-Datei ladenBrutvogelbestands 2007 ergibt, dass sich der Migros-Golfpark zu einem der ökologisch wertvollsten Gebiete im Norden der Agglomeration Bern entwickelt hat.

Ein Drittel des über 100 ha grossen Migros-Golfparks Moossee in den Gemeinden Moosseedorf, Münchenbuchsee und Wiggiswil wurde als Lebensraum für Pflanzen und Tiere gestaltet. Head-Greenkeeper Rolf Bernhard sorgt dafür, dass auf diesen Flächen Pflanzen und Tiere Vorrang vor dem Golfsport haben und lässt die Gebiete nach ökologischen Gesichtspunkten pflegen. Er wird vom Biologen Roland Luder beraten, der im Auftrag des Golfparks Moossee einen Bericht zur Erfolgskontrolle verfasst hat.

Der Libellen-Spezialist Kurt Räz aus Moosseedorf hat im Golfpark Moossee bereits über 20 verschiedene Libellenarten nachgewiesen. Die vielen Teiche sind ideale Lebensräume für Libellen, die von den Moosseen aus rasch den Weg in den Golfpark gefunden haben. Es darf erwartet werden, dass sich in den nächsten Jahren weitere Arten ansiedeln werden, einzelne nach der ökologischen Pionierphase aber auch wieder verschwinden werden. Auch Frösche und Molche finden sich in den Teichen des Golfparks, wie Olivier Roth von der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz KARCH feststellt. Die landesweit seltene Kreuzkröte pflanzt sich in Kleingewässern des Golfparks erfolgreich fort. Leider war die Ausbreitung des Seefroschs im Golfpark nicht zu verhindern. Der Seefrosch gehört nicht zu den heimischen Arten. Das Vorkommen ist auf Tiere zurückzuführen, die bereits vor langer Zeit ins Gebiet der Moosseen eingeschleppt worden waren. Beim Bau des Golfparks konnten der Dorfbach, der Kilchmattbach und der Mattenbach ausgedolt und renaturiert werden. Das Fischereiinspektorat prüfte im Herbst 2006 mit einer Elektroabfischung den Fischbestand. Dabei konnten 7 verschiedene Fischarten gefunden werden, die in die neuen Gewässer eingewandert sind. Am häufigsten ist der nur wenige Zentimeter lange Stichling. Besonders erfreulich sind die Nachweise der Bachforelle, weil diese hohe Anforderungen an die Wasserqualität stellt. Seit 2006 zirpen die ersten Grillen im Golfpark. Sie werden sich voraussichtlich in den kommenden Jahren weiter im Golfpark ausbreiten und in den vielen Magerwiesen den Sommer verkünden. Viele Magerwiesen im Golfpark brauchen noch Zeit, bis sie blumen- und kräuterreich sein werden, weil die Böden im ehemals intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebiet mit Nährstoffen übersättigt sind. Daniel Moser vom botanischen Institut der Universität Bern nahm die Gelegenheit wahr, an den Ufern der Teiche im Golfpark 10 in der Schweiz selten gewordene Pflanzenarten aus Sumpfgebieten zu setzen. Nach einem Jahr zeigte sich, dass 7 von ihnen gut gedeihen, darunter die Sibirische Schwertlilie als auffälligste Art. Für das langfristige Überleben der seltenen Pflanzen im schweizerischen Mittelland ist jeder neu besiedelte Standort ausserordentlich wichtig. Nicht verwunderlich ist, dass sich auch Feldhasen und zahlreiche Vogelarten im Golfpark wohl fühlen. Bereits konnten 25 verschiedene Brutvogelarten festgestellt werden, darunter der gefährdete Turmfalke und der Eisvogel.

Im Migros-Golfpark Moossee haben sich rasch viele verschiedene Tiere und Pflanzen ansiedeln können. PDF-Datei ladenGolfsport und Ökologie existieren ohne nennenswerte Konflikte nebeneinander. Teiche und Bäche, Magerwiesen und Hecken im Umfang von über 35 Hektaren machen den Golfpark zu einem der ökologisch wertvollsten Gebiete im Norden der Agglomeration Bern. Viele der ökologischen Ziele, die im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung für 2010 gesteckt wurden, sind bereits 2006 und 2007 erreicht worden.

Auskunft erteilen:

Heinz Leuenberger, Leiter Golfpark     Tel. 031 868 50 50

Rolf Bernhard, Head-Greenkeeper      Tel. 079 652 74 76

Roland Luder, Biologe                            Tel. 079 345 93 56

 

PDF-Datei ladenTeilerfolgskontrolle 2006

PDF-Datei ladenTeilerfolgskontrolle Vögel 2007

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